Antriebslosigkeit & Antriebssteigerung
Wir alle kennen Tage, an denen selbst das Aufstehen schwerfällt und selbst kleine Aufgaben zur unüberwindbaren Hürde wird.
Vorübergehende Erschöpfung oder fehlende Motivation sind in stressigen Phasen normal. Doch wenn sich diese über Wochen oder gar Monate erstreckt und selbst ehemals geliebte Aktivitäten keinen Reiz mehr ausüben, liegt möglicherweise eine körperliche oder psychische Ursache zugrunde.
Im Zweifelsfall lohnt sich ein ärztlicher Check-up.
Gut zu wissen
Antriebslosigkeit ist keine Krankheit an sich, kann aber ein Symptom verschiedener Erkrankungen sein.
Häufig können vermehrter Stress, die kalte Jahreszeit, Nährstoff- und Bewegungsmangel, anhaltende
Schlafstörungen oder emotionale Konflikte..., usw. Ursachen der fehlenden Motivation sein.
Viele Menschen erleben eine antriebslose Phase im Laufe ihres Lebens.
Ein zentrales Symptom bei Depressionen
Depressionen sind ernstzunehmende psychische Erkrankungen, die weit über eine kurzfristige
Verstimmung hinausgehen. Typische Symptome umfassen:
-
Anhedonie (Freudlosigkeit): Aktivitäten, die einst Freude bereitet haben, wirken interesselos oder langweilig.
-
Dauerhaft niedergedrückte Stimmung: Betroffene fühlen sich traurig, hoffnungslos oder innerlich leer.
-
Energielosigkeit und Antriebslosigkeit: Der innere „Motor“ scheint zu fehlen, selbst für alltägliche Kleinigkeiten.
Mehr Infos dazu unter HILFE Bei - Depressive Verstimmungen
Auch kann eine Antriebssteigerung mit psychomotorischer Unruhe bis hin zu einem permanenten Bewegungsdrang
ohne erkennbares Motiv, mit Sitzunruhe oder sehr schnell gesprochenem Redefluss ein Merkmal einer agitierten Depression sein oder anderer psychischer Leiden.
Erkennen Sie sich wieder?
Die Symptome:
Antriebslosigkeit äußert sich oft durch eine anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, die auch nach ausreichend Schlaf nicht besser wird. Vielleicht hast du das Gefühl, wie gelähmt zu sein und dich zu nichts aufraffen zu können. Selbst alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Kochen oder Putzen erscheinen dir wie eine unüberwindbare Hürde. Auch deine Hobbys und sozialen Kontakte vernachlässigst du möglicherweise, weil dir die Energie und Motivation fehlen. Andere mögliche Symptome sind:
• Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
• Entscheidungsunfähigkeit und Unschlüssigkeit
• Interessensverlust und Gleichgültigkeit
• Grübeln und negative Gedankenspiralen
• Rückzug und Isolation
• Vernachlässigung der Körperpflege und des Äußeren
Wie entstehen diese psychischen Leiden?
Ein zentrales Symptom bei Depressionen - aber
Nicht jede Antriebslosigkeit ist automatisch ein Zeichen für eine Depression.
Oft sind es mehrere Faktoren, die zusammenkommen:
-
Stress und Burnout
Chronischer Stress (beruflich oder privat) kann den Körper in einen ständigen „Überlebensmodus“ versetzen. Auf Dauer erschöpft das die Ressourcen und führt zu Antriebslosigkeit. Burnout ist ein Extremfall, bei dem andauernde Überforderung, Erschöpfung und emotionale Distanz zur eigenen Arbeit zusammenkommen. -
Fehlende oder nicht ausreichende Regeneration Wenn du über einen längeren Zeitraum hinweg zu viel Energie verausgabt hast, ohne ausreichend zu regenerieren, kann dein Körper irgendwann streiken. Auch ein Mangel an Bewegung, frischer Luft und gesunder Ernährung kann zu Antriebslosigkeit führen.
-
Schlafstörungen
Ausreichender, erholsamer Schlaf ist entscheidend für unsere physische und psychische Regeneration. Bei Schlafstörungen oder chronischem Schlafdefizit fühlen sich viele Menschen tagsüber wie ausgelaugt. -
Nährstoffmängel
Ein Mangel an Vitamin B12, Eisen oder anderen essentiellen Nährstoffen kann zu starker Müdigkeit und fehlender Energie führen. Ebenso bei Essstörungen, Fehl- oder Mangelernährung, Substanzmissbrauch oder oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Im Zweifelsfall lohnt sich ein ärztlicher Check-up. -
Körperliche Erkrankungen
Krankheiten wie Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme beeinflussen das Energielevel. Bei anhaltender Antriebslosigkeit ist eine ärztliche Untersuchung deshalb empfehlenswert. -
Psychische Belastungen und Traumata
Langfristige Konflikte, traumatische Erfahrungen oder ungünstige Lebenssituationen können das seelische Gleichgewicht stören und in tiefe Lethargie münden.
Was können wir dagegen tun?
In meiner Praxis begleite ich dich dabei, die Ursachen und Auslöser deiner Antriebslosigkeit zu erforschen. Gemeinsam schauen wir, welche Bedürfnisse und Themen hinter deiner Erschöpfung stecken und wie du besser für dich sorgen kannst. Dabei geht es auch darum, deine Grenzen wahrzunehmen und zu kommunizieren und dir Auszeiten zu gönnen.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Stärkung deiner Selbstfürsorge und Resilienz. In unserer Zusammenarbeit entwickeln wir Strategien, wie du deine Energie einteilen, Stress abbauen und deine Batterien aufladen kannst. Das kann durch Bewegung, Entspannung, kreative Hobbys oder Zeit in der Natur geschehen. Auch die Pflege von sozialen Kontakten und erfüllenden Beziehungen kann dir neue Kraft geben.
Wenn deine Antriebslosigkeit von Dauer ist und dich stark belastet, ist es wichtig, auch körperliche Ursachen abzuklären und gegebenenfalls medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich unterstütze dich dabei, die für dich passenden Schritte zu gehen und wieder aktiv und selbstbestimmt dein Leben zu gestalten. Antriebslosigkeit kann sehr frustrierend und lähmend sein. Mit der richtigen Unterstützung kannst du jedoch die Ursachen verstehen und neue Wege finden, um deine Energie und Lebensfreude zurückzugewinnen. In meiner Praxis erfährst du einen geschützten Raum, um dich mit deiner Situation auseinanderzusetzen und Veränderungen anzustoßen. Gemeinsam finden wir einen Weg, der dich Schritt für Schritt aus der Antriebslosigkeit herausführt.
