top of page

Müdigkeit und Erschöpfung

 Ein langanhaltender Erschöpfungszustand ist keine Schwäche und Sie müssen dies nicht alleine durchstehen. Der erste Schritt erfordert oft Mut und Kraft, aber er lohnt sich. Wenn Sie bereit sind, etwas zu verändern und sich Unterstützung zu holen, finden wir gemeinsam einen Weg wieder mehr Kraft und Lebensfreude zu erfahren.

Gut zu wissen

Immer mehr Menschen fühlen sich von den Anforderungen des Alltags überfordert und stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Gerade in der heutigen Welt ist es wichtig, sich immer wieder Auszeiten zu nehmen und auf sich selber Acht zu geben. Ständiger Stress und damit verbundene körperliche Reaktionen können sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken. Dabei bedeutet „Stress“ für jeden Menschen etwas anderes. Erschöpfung entsteht meist schleichend über einen längeren Zeitraum und ist das Ergebnis von langanhaltender Überforderung und Stress.

Oft stehen am Anfang hohe Ansprüche an sich selbst und der Wunsch, alles perfekt zu machen. Dazu kommen äußere Belastungen wie Zeitdruck, Stress, Konflikte oder Veränderungen im Leben, zum Beispiel die Pflege von Angehörigen oder Verlusterlebnisse. Häufig tragen auch persönliche Einstellungen und Verhaltensmuster dazu bei, dass die eigenen Grenzen übersehen werden und sich keine Ruhephasen gegönnt werden. Dazu gehören zum Beispiel Perfektionismus, das Bedürfnis, es allen recht zu machen oder die Schwierigkeit, Nein zu sagen. Mit der Zeit führt dies zu einem Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Regeneration, sodass die eigenen Ressourcen immer mehr aufgebraucht werden.

 

Werden diese Anzeichen ignoriert, kann die innere Belastung steigen und es kommt zu einem permanenten Erschöpfungszustand. Doch das bedeutet keineswegs, dass der Zustand harmlos wäre! Die WHO bezeichnet das Burnout-Syndrom als Risikofaktor für andere Erkrankungen – dazu zählt auch und gerade die Depression. 4,2 % der deutschen Bevölkerung entwickelt binnen eines Jahres Symptome von entsprechendem Krankheitswert. Ein Burnout-Zustand kann somit die Vorstufe einer Erschöpfungsdepression darstellen. Wer ausgebrannt ist, muss aber nicht zwangsläufig depressiv werden. Einige Betroffene leiden stattdessen oder zusätzlich unter psychosomatischen Beschwerden, manche entwickeln eine Angststörung, und wieder andere greifen im Übermaß zu Alkohol oder anderen Drogen.

Dennoch gibt es zwischen den Symptomen eines Burnout-Syndroms und denen einer Depression zahlreiche Überschneidungen, zum Beispiel Antriebslosigkeit, Interessenlosigkeit oder bleierne Müdigkeit. Beide Krankheitsbilder führen die Betroffenen ebenfalls häufig in die soziale Isolation, indem sie sich zurückziehen oder von Freunden, Bekannten und sogar Angehörigen abwenden. 

Eine ständige Gereiztheit gepaart mit Zynismus ist symptomatisch für ein Burnout-Syndrom. Dagegen tauchen bei einer Depression Symptome bzw. Beschwerden auf, die über das Krankheitsbild Burnout hinausgehen: Dazu gehören ein vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, aber auch Suizidgedanken. Und während Menschen, die akut am Burnout-Syndrom leiden, sich im Inneren häufig nach etwas sehnen, „was sie früher immer so gerne gemacht haben“, haben depressive Menschen durch die empfundene Erschöpfung bzw. Erkrankung häufig weder die Lust noch die Energie, überhaupt etwas zu unternehmen.

Erkennen Sie sich wieder?
Die Symptome:

Erschöpfung kann sowohl körperlich als auch psychisch auftreten. Häufig kommt es zu einer anhaltenden Müdigkeit und einer tiefen Kraftlosigkeit, die auch durch Schlaf und Erholungsphasen nicht besser wird. Dazu kommen oft Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und eine verminderte Leistungsfähigkeit. Auch fällt es Betroffenen oft schwer, konkrete Entscheidungen zu treffen. Auf der emotionalen Ebene kommt es oft zu Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, innerer Leere oder einem Gefühl von Sinnlosigkeit im Leben. Viele Betroffene ziehen sich auch sozial zurück, vernachlässigen ihre Beziehungen und Hobbys oder reagieren zynisch und distanziert. Körperliche Beschwerden können in Form von Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Verspannungen, Schlafstörungen oder einem geschwächten Immunsystem auftreten.

Wie entstehen diese psychischen Leiden?

Viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens Situationen, die sie an ihre Grenzen bringen. Oft sind es mehrere Faktoren, die zusammenwirken und uns belasten. Dazu gehören familiäre Muster, gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder, die uns manchmal dazu bringen, unsere eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Wir versuchen, es allen recht zu machen, und vergessen dabei oft, auf uns selbst zu achten.

Auch berufliche Anforderungen, soziale Herausforderungen oder persönliche Veränderungen wie Trennungen, Umzüge oder der Verlust eines geliebten Menschen können zusätzlichen Druck erzeugen. All diese Belastungen summieren sich und führen dazu, dass wir uns erschöpft, gereizt oder überfordert fühlen.

Ständiger Stress wirkt sich nicht nur auf unsere Seele, sondern auch auf unseren Körper aus. Viele Menschen berichten von Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität oder körperlicher Erschöpfung. Wenn dieser Zustand länger anhält, kann er zu ernsthaften Erkrankungen wie Burnout oder Depression führen. Betroffene fühlen sich oft ausgelaugt, emotional erschöpft und haben Angst vor der Zukunft.

 

Was können wir dagegen tun?

Es ist wichtig zu wissen: Sie sind nicht allein mit diesen Gefühlen. Viele Menschen erleben Phasen der Überforderung, und es ist ein mutiger Schritt, sich Unterstützung zu holen. Gemeinsam können wir herausfinden, was Ihnen im Moment hilft, um wieder mehr Balance und Kraft zu gewinnen. Es gibt Wege, um Stress abzubauen, Ihre Ressourcen zu stärken und wieder mehr Freude am Leben zu finden.

In unserer Beratung schauen wir gemeinsam, welche Faktoren dazu beitragen, dass Sie sich erschöpft fühlen, und wie sie miteinander zusammenhängen. Dabei geht es nicht nur um Sie als Person, sondern auch um Ihr Umfeld, Ihre Arbeit und die Systeme, in denen Sie sich bewegen. Es ist wichtig zu verstehen, dass es hier nicht um Schuldzuweisungen geht, sondern darum, zu erkennen, was dazu geführt hat, dass Ihre Energie nachlässt.

 

Wir erkunden Ihre persönlichen Bedürfnisse, Werte und Ressourcen, die Ihnen dabei helfen, sich zu erholen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, mit denen Sie Stress abbauen, Pausen einlegen und Ihre Energie wieder aufladen können. Dabei lernen Sie auch, besser auf Ihre Grenzen zu achten und für sich selbst zu sorgen.

Ein wichtiger Schritt ist, dass Sie lernen, „Nein“ zu Situationen zu sagen, die Ihnen zu viel werden. Oft spielen auch innere Überzeugungen eine Rolle, wie zum Beispiel „Ich muss perfekt sein“ oder „Ich darf keine Schwäche zeigen“. In der Beratung hinterfragen wir diese Gedankenmuster und ersetzen sie durch unterstützende und realistische Überzeugungen.

Durch Achtsamkeit und den Fokus auf Ihre Stärken werden Sie lernen, wieder ein erfülltes und energiereiches Leben zu führen. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, damit Sie wieder Kraft tanken können.

bottom of page