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emotionale Abhängigkeit und Verlustängste

Emotionale Abhängigkeit und Verlustangst gehen oft Hand in Hand und können sehr schmerzhaft sein und Sie daran hindern, frei und selbstbestimmt zu leben. Mit der richtigen Unterstützung kann man jedoch lernen, die Angst zu verstehen und zu überwinden, und sich von ihr und damit aus der Abhängigkeit zu lösen, und wieder ein starkes Selbst zu entwickeln. 

Gut zu wissen

Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen beschreibt eine übermäßige emotionale Bindung an einen Partner, bei der das eigene Glück stark von dieser Person abhängt.

Ein zentraler Aspekt der emotionalen Abhängigkeit ist die Angst vor Verlust. Haben Sie ständig Angst, die Menschen zu verlieren, die Sie lieben und die Ihnen wichtig sind? Fühlen Sie sich schnell unsicher und verlassen, wenn Ihr/e Partner/In oder Ihre Freunde nicht sofort für Sie da sind? Klammern Sie sich sehr an Ihre Beziehungen und fühlen sich abhängig und neigen zu Eifersucht? Dann leiden Sie vielleicht unter Verlustangst. Diese Angst kann Ihre Beziehungen stark belasten und Sie daran hindern, ein erfülltes Leben zu führen. Wir sehen Verlustangst nicht als individuelles Problem, sondern als Ausdruck eines inneren Konflikts und einer Beziehungsdynamik. Ihre Angst, verlassen zu werden, sagt etwas über Ihre Bedürfnisse und Prägungen aus, aber auch über die Art und Weise, wie Sie Beziehungen gestalten. Oft ziehen Menschen mit Verlustangst unbewusst Partner/Innen an, die ähnliche Themen haben oder die ihre Angst bestätigen. So entsteht ein Kreislauf aus Angst, Kontrolle und Rückzug, der die Beziehung belastet.

Erkennen Sie sich wieder?
Die Symptome:

Definieren Sie Ihren Wert und Ihr Glück hauptsächlich über Ihre Beziehung? Schauen Sie immer, was Ihr Gegenüber gerade will und stellen Ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund?

 

Bei einer emotionalen Abhängigkeit fühlt sich eine Person so verbunden zu jemandem, dass sie abhängig von seiner Zuneigung wird. Ihre Gefühle werden fast vollständig vom Verhalten der anderen Person beeinflusst. Das kann so weit gehen, dass sie nichts mehr selbst entscheidet oder sich sogar komplett selbst aufgibt. Wenn der Partner die abhängige Person kritisiert oder schlecht gelaunt ist, tut sie alles, um wieder anerkannt zu werden. Und wenn ihr Partner nicht da ist, kann sie meistens nicht glücklich sein.

Anzeichen sind klammerndes Verhalten, Verlustängste und das Gefühl, ohne den Partner nicht glücklich sein zu können. 

​​Folgen sind oft Stress, emotionale Erschöpfung und unausgeglichene Beziehungen, die sowohl die abhängige Person als auch den Partner belasten. Es ist wichtig, emotionale Abhängigkeit zu erkennen und anzugehen, um gesunde und ausgewogene Beziehungen zu fördern.

 

Verlustangst äußert sich oft durch ein starkes Bedürfnis nach Nähe und Bestätigung und ist in Beziehungen keine Seltenheit. Möchten Sie jede freie Minute in Ihrer Partnerschaft sein und fällt es Ihnen schwer, alleine zu sein oder klammern Sie sich an Ihre/n Partner/In, möchten alles kontrollieren oder reagieren eifersüchtig, wenn er oder sie Zeit mit anderen verbringt. Oder haben Sie ständig Angst, etwas falsch zu machen und verlassen zu werden. Auch Misstrauen und Zweifel an der Liebe können Ausdruck von Verlustangst sein. Insgesamt sind Sie vielleicht sehr unsicher, haben Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen und benötigen immer wieder Bestätigung von Anderen - Sie machen Ihr Glück die meiste Zeit von Anderen abhängig? Verlustangst zeigt sich somit oft auch durch Selbstzweifel und einem niedrigen Selbstwertgefühl und durch emotionale Abhängigkeit.

Wie entstehen diese psychischen Leiden?

Emotionale Abhängigkeit entsteht oft aus einem Mangel an Selbstwertgefühl und Selbstliebe. Wenn Sie als Kind nicht genug bedingungslose Liebe und Wertschätzung erfahren hast, suchen Sie diese vielleicht später in Ihren Beziehungen. Auch traumatische Erfahrungen wie Verlust, Trennung oder Missbrauch können dazu führen, dass Sie sich sehr an andere klammern. Andere mögliche Ursachen sind ein unsicherer Bindungsstil, Co-Abhängigkeit in der Familie oder gesellschaftliche Botschaften, die suggerieren, dass man eine Beziehung braucht, um glücklich zu sein. Die eigene Unzufriedenheit kann ebenfalls zu einer emotionalen Abhängigkeit führen: Eigene fehlende Hobbys oder kein soziales Umfeld führen dazu, dass die einzige Erfüllung und Freude in der Beziehung gesehen wird. Häufig geht eine emotionale Abhängigkeit auch mit einer Verlustangst einher.

Und auch die Verlustangst hat oft ihre Wurzeln in der frühen Kindheit. Wenn Sie als Baby oder Kleinkind nicht genug Sicherheit, Geborgenheit und Zuwendung erfahren haben, kann Ihr Urvertrauen gestört sein. Vielleicht hatten Sie das Gefühl, verlassen oder im Stich gelassen zu werden, wenn Ihre Bezugspersonen nicht immer für Sie da waren. Diese frühen Erfahrungen können dazu führen, dass Sie auch als Erwachsener ständig Angst haben, wichtige Menschen zu verlieren. Andere mögliche Ursachen für Verlustangst können der tatsächliche Verlust einer geliebten Person sein (zum Beispiel durch Krankheit und Tod), Trennungserfahrungen (zum Beispiel durch Scheidung der Eltern) oder aber auch ein geringes Selbstwertgefühl. Auch transgenerationale Ängste können bei der Entstehung beitragen: Wenn Ihre Eltern oder Großeltern zum Beispiel "überängstlich" waren, können sie das auch an Sie weitergegeben haben.

 

Was können wir dagegen tun?

Um Ihre Verlustangst zu überwinden, ist es wichtig, sich Ihren Ängsten und Bedürfnissen liebevoll zu nähern. Das bedeutet, sie anzunehmen, zu hinterfragen und Wege zu finden, sich sicher und geliebt zu fühlen. Dabei helfe ich Ihnen, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken, Ihre Stärken und Erfolge anzuerkennen und mit Mitgefühl auf sich selbst zu schauen.

Ein zentraler Punkt ist, die Wurzeln und Auslöser Ihrer Verlustangst zu verstehen. Gemeinsam erforschen wir Ihre Prägungen, Glaubenssätze und Beziehungsmuster. Wir schauen, welche Bedürfnisse hinter der Angst stecken und wie Sie sie auf gesunde Weise erfüllen können. Es ist auch wichtig, Ihre eigenen Grenzen zu respektieren und Vertrauen aufzubauen – sowohl in sich selbst als auch in Ihre Beziehungen.

Ein weiterer Fokus liegt auf Ihrer Selbstständigkeit und Autonomie. Wir üben, wie Sie unabhängig von der Bestätigung anderer für sich sorgen und sich selbst annehmen können. So lernen Sie, Ihre Angst zu regulieren und sich auch in schwierigen Momenten sicher zu fühlen, zum Beispiel wenn Sie alleine sind oder Konflikte auftreten.

Gemeinsam entwickeln wir Wege, damit Sie Vertrauen in sich selbst und in Ihre Beziehungen aufbauen können. Mit der richtigen Unterstützung können Sie lernen, sich von Abhängigkeiten zu lösen und ein starkes Selbst zu entwickeln, das Ihnen Stabilität und Sicherheit gibt.

Ich begleite Sie auf diesem Weg und helfe Ihnen, neue Wege zu gehen, damit Sie sich freier, sicherer und unabhängiger fühlen. Wir erarbeiten gemeinsam konkrete Schritte, um Ihre Verlustangst zu überwinden.

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